Heißhungerattacken vorbeugen

Alina Nährstoff

Ernährst du dich grundsätzlich gerne gesund und hast dann manchmal Heißhungerattacken auf richtig Süßes oder Salziges, z. B. Schokolade und Chips? Also bei mir war das früher oft so. Vor allem Chips liebe ich und kann die ganze Packung auf Einmal in mich reinfuttern. Danach fühlt man sich oft schlecht.

Ab und zu ist ein Stück Schokolade und ein paar Chips sicher kein Problem, wenn es in Maßen zugeführt wird. In großen Mengen sind Süßigkeiten aber ungesund und können Übergewicht und Adipositas begünstigen.

Selbstliebe

Mittlerweile habe ich es geschafft, von diesen Heißhungerattacken loszukommen – wie du das auch schaffen kannst, kannst du weiter unten lesen.

Aber woher kommt Heißhunger eigentlich? Er entsteht oft dann, wenn dein Körper nicht ausreichend mit Makro- und Mikronährstoffen versorgt ist, da du zum Beispiel zu wenig oder zu einseitig gegessen hast.

Dies kann bei einer Diät der Fall sein, da diese in den meisten Fällen auf einer Energiereduktion und Verbot bestimmter Lebensmittel basieren und der Körper sich durch Heißhungerattacken die fehlende Energie versucht, zurückzuholen.

In einem stressigen Alltag kann es außerdem passieren, dass man das Essen einfach vergisst oder sich die Zeit dafür nicht nimmt. Auch dann befindet sich der Körper in einem Energiemangel und bekommt Heißhunger.

Hier teile ich ein paar Tipps mit dir, wie du Heißhunger vermeiden kannst oder was du tun kannst, wenn er doch mal kommt.

1.      Genug essen. Wenn man satt ist, ist die Gefahr für Heißhungerattacken deutlich geringer.

2.      Regelmäßig essen. Zwar sollte das Essen bei fehlendem Hungergefühl nicht erzwungen werden, es ist jedoch ratsam, nicht mehr als eine Mahlzeit am Tag auszulassen, Heißhunger vorzubeugen. Auch kleine Zwischenmahlzeiten können helfen.

3.      Vollkornprodukte verzehren – sie enthalten viele Ballaststoffe und Mineralstoffe sowie Vitamine und halten deshalb länger satt.

4.      Möglichst ausgewogen essen, d. h. so bunt wie möglich. Hier sind keine bunten Smarties gemeint, sondern buntes Obst und Gemüse. Speziell grünes Blattgemüse wie Brokkoli oder Kohl ist sehr gesund und liefert dem Körper wertvolle Nährstoffe wie beispielsweise Calcium.

5.      Keine Süßigkeiten mehr kaufen – wenn keine im Haus sind, können sie auch nicht verzehrt werden! 😉

6.      Genuss von Süßigkeiten langsam reduzieren, indem du dir ein Tageslimit setzt, z. B. ein kleines Stückchen Schokolade am Tag, dann später ein Stück alle zwei Tage, ein Stück pro Woche, bis du es irgendwann gar nicht vermisst.

7.      Anstatt dir komplett das Essen zu verbieten, kannst du Süßigkeiten durch gesunde Snacks ersetzen:

a.       Nüsse

b.       Selbstgemachte Energiekugeln

c.       Ein Stück Obst mit Nussmus, z. B. einen knackigen Apfel mit etwas Erdnussmus (ungesüßt)

d.       Selbstgemachte Müsliriegel

e.       Selbstgemachtes Schokoladenmouse

f.       Kurkumalatte (Goldene Milch) mit Hafermilch

Kurkumalatte und Kurkumakekse

Wichtig: Sei nicht zu hart mit dir selbst, wenn du doch mal eine Tüte Chips oder die ganze Tafel Schokolade isst. Begegne dir mit Selbstliebe und Mitgefühl. Du hast NICHT versagt, nur wenn du mal etwas Ungesundes ist. Auch ich als Ernährungsberaterin esse mal Süßigkeiten, auch ich bin nicht perfekt. Aber darum geht es auch gar nicht.

Es geht darum, vermehrt auf den eigenen Körper zu hören, und ihn liebevoll zu behandeln. Er trägt dich durchs Leben und tut alles, um dich gesund zu halten. Wenn du dich selbst mehr und mehr akzeptierst und liebst, wirst du automatisch mehr gesunde Lebensmittel konsumieren und wenn du lernst, mehr auf deinen Körper zu hören und intuitiver zu essen, werden die Heißhungerattacken auch weniger werden.

Alina Nährstoff