Alternative Monatshygiene – mein Weg von Wegwerf-Menstruationsprodukten zu einer nachhaltigen und stressfreien Periode

Yoni

*Disclaimer: Dieser Artikel enthält unbezahlte Werbung. Er gibt meine persönlichen und ehrlichen Erfahrungen mit den PR-Samples (Stoffbinden und Periodenslip) von ALMO wieder. UPDATE: Ich nehme ab sofort am Affiliate-Programm von ALMO teil. Wenn du über meinen Link (ich kennzeichne Affiliate-Links mit zwei **) bestellst, erhalte ich 10% Provision. Wichtig: Für dich ändert sich rein gar nichts. Ich würde mich freuen, falls du dir im ALMO-Shop etwas kaufen möchtest, mich zu unterstützen, indem du meinen Link nutzt. Vielen Dank!

Welche menstruierende Person kennt es nicht: Das geheime Dealen mit Tampons unter der Schulbank, in der Uni oder im Büro. Der Sitznachbarin zuraunen, ob sie mal kurz nachschauen kann, ob da auch ja kein Fleck hinten an der Hose ist. Die Angst, dass jemand herausfinden könnte, dass du gerade deine Tage hast. Blut – wie eklig. Das darf keiner erfahren! Das Geheimnis um den weiblichen Zyklus muss gewahrt werden! Vor Männern, aber auch vor Frauen. Es würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, darauf einzugehen, wie tabuisiert der Menstruationszyklus in der Gesellschaft ist und welche Diskriminierung und Unterdrückung und teilweise auch Gewalt Mädchen, Frauen und andere menstruierenden Menschen weltweit erfahren müssen, nur weil sie ganz natürlich regelmäßig aus der Vagina bluten. Ohne dieses Blut, welches monatlich aus den Vaginen der Welt fließt, gäbe es die Menschheit nicht! Die Menstruation sollte gefeiert werden, es ist das Symbol der Fruchtbarkeit, des Neuanfangs! Die alte Gebärmutterschleimhaut wird abgestoßen, damit eine neue, frische gebildet wird, in der sich eine eventuell befruchtete Eizelle kuschelig einnisten kann. Der weibliche Zyklus ist ein Wunder, über das ich stundenlang sprechen könnte.

Zyklusachtsamkeit

Heute soll es aber darum gehen, wie wir die Periode möglichst angenehm und nachhaltig gestalten können. Kein Dealen von Tampons oder Binden mehr! Keine Pestizide und andere Chemikalien wie Dioxine aus Bleichmitteln mehr, die durch herkömmliche Periodenprodukte wie Tampons, Binden oder Slipeinlagen in unseren Körper gelangen können und zudem noch Unmengen an Ressourcen verbrauchen und Müll produzieren. Tampons und andere Menstruationsprodukte benötigen ca. 500-800 Jahre, um sich zu zersetzen. Lass’ dir diese Zahl auf der Zunge zergehen: Fünfhundert bis achthundert Jahre! Und jetzt überleg’ mal, wie viele Frauen monatlich diese Produkte benutzen und das ihr Leben lang, was für ein Müllberg da anfällt! Laut erdbeerwoche.de verbraucht eine Frau in ihrem Leben bis zu 17.000 Periodenprodukte und Deutschland, Österreich und die Schweiz füllen jährlich ca. 600.000 Badewannen mit Menstruationsmüll. Dazu kommt, dass die herkömmlichen Periodenprodukte, wenn sie verbrannt werden, die gesundheitsschädlichen Stoffe, von denen ich eben sprach, auch an die Luft abgeben.

Gründe für Alternativen sind also vielfältig: Gesundheitliche Faktoren, aber auch Umweltfreundlichkeit sind aus meiner Sicht mehr als ausreichend, um sich mit Mehrwegprodukten zu befassen.

Als ich 2016 die Pille absetzte, schaffte ich mir auch direkt eine Menstruationstasse an. Ich muss schon zugeben, dass es etwas Übung brauchte, sie korrekt zu benutzen, genau wie am Anfang mit den Tampons. Einmal richtig eingesetzt, funktioniert sie aber einwandfrei. Kein Müll mehr, keine Tampons mehr kaufen. Die Menstruationstasse schonte also nicht nur die Umwelt, sondern auch meinen Geldbeutel. In einem praktischen Stoffbeutelchen habe ich sie immer dabei, falls meine Tage mich überraschen (was heute, da ich mich intensiv mit meinem Zyklus befasst habe, so gut wie gar nicht mehr vorkommt – aber das ist ein anderes Thema.)

Periodenslip

Vor ein paar Jahren kam dann DIE Revolution aus meiner Sicht: Periodenpanties! Du musst dir keine Fremdkörper mehr in die empfindliche Vagina einführen, was vor allem angenehm ist, wenn du unter Regelschmerzen leidest. Unterhosen, die aussehen wie ganz normale Slips, die aber das Menstruationsblut auffangen. Einfach genial. Du ziehst dir eine Unterhose an, die den ganzen Tag hält (bei starker Blutung je nach Saugkraft der Periodenunterhose muss sie eventuell doch mal am Tag gewechselt werden), dann spülst du sie mit kaltem Wasser aus und tust sie anschließend ganz normal in die Waschmaschine. Ich habe viel recherchiert, um den passenden Periodenslip für mich zu finden, denn ganz billig sind die Unterhosen nicht.

Periodenslip – Vegan sollte er sein, möglichst fair und biologisch produziert, umweltfreundlich, also ohne das antibakterielle Silberchlorid, welches als Umweltgift eingestuft wird und natürlich auch noch schön aussehen und funktionieren. Bei meiner Recherche bin ich auf diesen Artikel gestoßen, der mir sehr bei meiner Entscheidung geholfen hat. Seitdem ich mir Periodenunterwäsche zugelegt habe, nutze ich diese seit einem Jahr nun fast ausschließlich während meiner Regelblutung.

Die drei Periodenpanties, die ich besitze, waren mir nicht ausreichend, ich wollte noch mehr Stoffbinden oder weitere Slips, damit ich die kompletten Tage abgesichert bin. Außerdem war ich nicht 100%ig zufrieden mit denen, die ich aktuell besitze. Ich verspüre oft ein nasses Gefühl in der Unterhose und nehme einen unangenehmen Geruch wahr.

Alternative Monatshygiene

Dieses Jahr bin ich durch Zufall auf ALMO (Alternative Monatshygiene)** gestoßen. Es handelt sich bei ALMO um ein kleines, sehr persönliches Unternehmen, was einen großen Beitrag dazu leistet, die Periode zu enttabuisieren und nachhaltige, gesunde und praktische Monatshygiene zur Verfügung zu stellen.

Die Stoffbinden von ALMO sind aus zertifizierter Bio-Baumwolle, bei bis zu 95 Grad Celcius waschbar und werden in Süddeutschland gefertigt. Außerdem wird damit geworben, wie flauschig weich und gleichzeitig super saugfähig sie sind. Das musste ich testen! Ich habe also drei verschiedene Produkte ausprobiert (PR-Samples) und werde im Folgenden meine ehrlichen Erfahrungen mit euch teilen.

Ich habe zwei Stoffbinden** in der Farbe Magenta, eine in Größe S sowie eine in XS und einen Periodenslip** in Schwarz mit schwarzer Einlage in Größe 36/38 getestet. Verliebt habe ich mich in den Periodenslip mit mittlerer Saugstärke. Im Vergleich zu den anderen Periodenslips, die ich bereits besitze, hat er wirklich alles aufgesogen und ich hatte den ganzen Tag über ein angenehm trockenes und weiches Gefühl, die Saugkraft hat mich wirklich überzeugt! Das nasse Gefühl kam erst, als er wirklich voll mit Blut war. Anzeichen von unangenehmen Geruch? – Null! Ein weiterer Vorteil ist, dass die Produkte auch bei über 40 Grad Celsius (im Vergleich zu anderen Periodenpanties) waschbar sind (bis zu 95 Grad Celsius) und kein Ausspülen mit kaltem Wasser nötig ist. Ich habe die ALMO-Produkte jedoch nur bei 60 Grad gewaschen, um die Stoffe zu schonen. Sie sind trotzdem sauber geworden (bei den weißen/hellen Stoffbinden würde ich vorbehandeln, bei dunklen Stoffen gehen die Blutflecken auch so ohne Probleme raus.) Ich würde sagen, ALMO hält, was sie verspricht.

Nun zu den ALMO-Stoffbinden**, welche ich testen durfte. Ich habe zwei unterschiedliche Größen getestet. Größe XS hat mir perfekt gepasst, jedoch kann es hier passieren – wie bei jeglichen anderen Stoffbinden übrigens auch, dass sie in der Unterhose etwas verrutscht, zum Beispiel nach hinten (allerdings kommt es hierbei auch auf den Schnitt der Unterhose an.) Ich trug die kleinere Stoffbinde gegen Ende meiner Periode, als kaum noch Blut kam, sodass ich nicht genau sagen kann, wie viel Blut sie aufnimmt. Ich glaube, ich würde sie als zusätzlichen Schutz zur Menstruationstasse** tragen. Im Vergleich dazu war mir Größe S zu breit und zu dick. Die Binde ragte an den Seiten weit über meine Unterhose hinaus und somit ist das Blut bis an die helle Unterseite der Binde gelaufen (meine Unterhose blieb trotzdem sauber.) Auch waren die Flügel zu lang, baumelten zwischen meinen Beinen kurz unter der Unterhose, ein weiterer Druckknopf näher am Rand der Binde hätte hier Abhilfe geschaffen.

Stoffbinden und Periodenslip

Mein Favorit ist deshalb ganz klar der Periodenslip**. Er hat die gleiche Stoffbinde, bloß direkt eingenäht, daher besteht nicht die Gefahr, dass irgendetwas verrutscht. Das ist auch praktisch beim Sport. Preislich liegt der Periodenslip zwar deutlich über den Stoffbinden, allerdings ist er meiner Meinung nach eine gute Investition in die eigene Gesundheit und die Umwelt. Auch langfristig schont er trotzdem den Geldbeutel im Vergleich zu Einwegprodukten, da ich mir den Slip einmalig kaufe, bei Wegwerfbinden und – Tampons hingegen muss ich diese immer und immer wieder kaufen.

Was mir besonders positiv aufgefallen ist, ist die persönliche Beratung durch Stefanie, die Gründerin von ALMO. Falls du in Ansbach oder in der Nähe bist, kannst du die verschiedenen Periodenprodukte auch direkt im Menstruationsladen von Stefanie anschauen. Dort verkauft sie neben den Stoffbinden und Periodenslips auch Menstruationstassen, Schwämmchen und andere alternative Hygieneprodukte. Zudem sind auch Spezialanfertigungen der Binden auf Anfrage möglich!

Mein Fazit: Ich kann ALMO mit gutem Gewissen empfehlen. Nicht nur das Tragegefühl ist super angenehm, auch die ökologischen und sozialen Aspekte der Herstellung geben mir ein gutes Gefühl. Überzeugt hat mich der Periodenslip, von dem ich mir noch weitere kaufen werde. Bei den Stoffbinden solltest du besonders darauf achten, die richtige Größe zu tragen. Ich werde mir noch ein paar Stoffbinden in XS ohne Auslaufschutz für ganz leichte Tage oder Tage im Zyklus, an denen der Zervixschleim sehr flüssig und nass ist, besorgen. Für die ersten Zyklustage, an denen ich eine stärkere Blutung habe, bevorzuge ich hingegen den Periodenslip, bei dem ganz sicher nichts verrutscht oder danebenläuft.

Tschüss gesundheitsschädliche, müllproduzierende Tampon-Deals, Hallo nachhaltige, gesunde und stressfreie Periode!


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